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Wie brüte ich befruchtete Hühnereier (Bruteier) richtig aus ?

 

  Schritt für Schritt erklärt von Susanne Umbach

Was brauchen wir : Brutautomat z.b. Thermoplast, Bruja u.a.mit handwerklichem Geschick auch ein Eigenbau

Ich habe mehrere ausprobiert und bin bei meinem Reptibator (Preis ca. 120 €) hängen geblieben,dieser war für mich am besten zu händeln, natürlich habe ich ihn aufgerüstet mit einem eingebauten Lüfter aus einem PC (Preis ca. 10 €) sowie etlichen zusätzlichen Temperaturfühlern. (Preis von 4 € bis 100 € möglich)Zusätzlich habe ich einen vollautomatischen Wendeeinsatz für Hühner,Enten und Wachteln (Preis ca. 80 €) und eine voll-automatische Temperaturabschaltung (Preis ca. 40 €) sowie eine vollautomatische Befeuchtungsanlage mit Steuerung für die richtige und konstante Luftfeuchtigkeit (Preis ca. 100 €) eingebaut d.h. meine Anlage hat ca. 550 € neu gekostet.Die rot markierten sind unbedingt erforderlich wenn man einen gesunden Schlupf haben möchte,denn Temperatur und Luftfeuchtigkeit entscheiden über das Brutergebnis natürlich müssen die Bruteier auch ok sein. D.h. keine Risse,nicht verformt,nicht zu klein und nicht zu groß, Gewicht ist auch wichtig.Es gibt Listen wie schwer ein Ei sein sollte,je nach Rasse.So jetzt hätten wir erst mal alles für die Brut besorgt aber sobald die Küken geschlüpft sind benötigen sie ein Heim mit einer Wärmequelle.Es gibt Tierlampen zum aufhängen,die kosten ca. 15 € ohne Leuchtmittel,die Birne gibt es ab 8 € die hat aber dann 150 Watt,Keramikstrahler gibt es ab 15 € und die haben ab 60 W denn die Lampen laufen je nachdem rund um die Uhr und 1 KW bzw. 1000 Watt kosten 0,28 € Vergleich 24 Std. x 60 W = 1440 W zu 24 Std. x 150 W = 3600 W je Tag x ca. 30 Tage mit Wärmequelle.Nun kann es schon bald los gehen,jetzt benötigen wir Bruteier, diese sind auf Tierportalen oder bei ebay erhältlich,natürlich auch beim Bauer in der Nähe.Beim Kauf über ebay bitte unbedingt auf die Bewertungen achten und schaut euch die Tiere auf den Fotos an.Ein Brutei kostet in der Regel ca. 1 € je nach Rasse.So bald geht es los,wir benötigen noch eine Schierlampe zum durchleuchten der Eier damit wir wissen ob es was wird.Die Lampe kostet im Handel ca. 15 € zur Not tut es aber auch eine helle Taschenlampe und ein Karton.

 Juhu wir haben alles es geht los........ 21 Tage beim Hühnerei

 

 Schritt 1

Der Brutkaten wird eingerichtet.Wasser in der Schale auffüllen,je nach Schale ca. 200 ml für 50-60 % Luftfeuchtigkeit,Schale mit Schaumstoff abdecken.

 

 wer die Eier manuell wenden möchte.dann würde er jetzt so aussehen

 

jetzt ist der vollautomatische Wendeeinsatz drin,ohne Wende-einsatz müssen die Eier regelmäßig 3 x täglich gewendet werden, d.h. 8 Uhr,16 Uhr und 22 Uhr ist empfehlenswert.

Wichtig : der Brutkasten muß 24 Std. bevor die Eier eingelegt werden auf der richtigen Temperatur gelaufen sein.

 

Jetzt können die temperierten (Raumluft) Eier rein und zwar mit der spitzen Seite nach unten und gut verteilt.Optimal ist eine Anzahl von ca. 20-35 Eiern obwohl 42 Eier rein gingen.

 

Das Bild zeigt 1 Einsatz für Wachteln und 4 für Hühnereier.Der Wendeeinsatz kommt aber erst ab Tag 4 zum Einsatz damit die Eischnur in Ruhe anwachsen kann.In den ersten Tagen sollte auch der Deckel nicht geöffnet werden.Die Temperatur für Hühnereier liegt bei 37,6 - 38,3 Grad und die Anfangsluftfeuchtigkeit zwischen 50-60 %.

 

Die Eier sind drin,der Deckel ist wieder drauf,alle Thermostate sind angeschlossen,es hat begonnen.

Tag 1-3 passiert nix ausser Kontrolle, Tag 4 wird der Wendemotor eingeschaltet und ggf. Wasser aufgefüllt wenn die Luftfeuchtigkeit zu gering wäre.Jetzt ab Tag 4 darf man den Deckel 1 x am Tag für max. 10 Minuten öffnen,man kann die Luftfeuchtigkeit auch über eine Sprühflasche regeln d.h. beim täglichen öffnen die Eier mit lauwarmen Wasser leicht besprühen.Am Tag 8-10 kann man die Eier schieren d.h. durchleuchten,hierzu nimmt man jedes Ei einzeln hält es über die Schierlampe Raum dunkel und schaut,es sollte ein schwarzer Punkt ggf. mit Adern deutlich sichtbar sein und das Ei darf nicht riechen.Hat man aber dunkle Eier wie z.b. Marans oder Grünleger sieht man ggf. nix weil die Schale zu dick ist.Wenn das Ei nicht riecht kommt es bei mir wieder rein,wenn es stinkt kommt es in den Müll.Tag 8-18 jeden Tag lüften,riechen und Feuchtigkeitskontrolle nicht vergessen 50-60 % bitte nicht unterschreiten da es sonst zu Mißbildungen kommen kann.Wer mag kann auch noch mal am 14 Tag die Eier schieren um sicher zu gehen.

Beschreibungstext

Ab Tag 18 wird nicht mehr gewendet,d.h. der Einsatz kommt raus,Wasser wird aufgefüllt und die Eier werden auf den Schaumstoff gelegt,ich lege immer noch zusätzlich befeuchtetes Zewapapier aus.Jetzt ab dem 18 Tag muß man die Luftfeuchtigkeit auf 70-80 % sein und am besten die Eier täglich aber schnell mit der Sprühflasche besprühen aber nicht ersaufen.1 Eßl. Essig mit in die Sprühflasche geben auf 200 ml das hilft beim Schlupf da dann die Schale poröser wird.Wichtig Temperaturanzeige immer im Auge halten und die letzten 3 Tage so wenig wie möglich den Deckel öffnen am besten gar nicht um das Schlupfklima nicht zu stören. 37,6-38,3 Grad optimal max.38,5 Grad Endabschaltung.Der Schlupf sollte am 21 Tag beginnen aber es kann sein das ein Ei auch schon am 20 Tag piept,der Schlupf kann bis 20 Std. dauern, jetzt ist Geduld gefragt,Gott sei Dank kann man ja von oben gut reinschauen ohne den Deckel öffnen zu müssen.Ein Küken pickt erst ein Loch und es sollte sich aus eigener Kraft aus der Schale befreien aber ich habe uch schon öfters geholfen z.b. bei den Marans da ist die Schale so dick und das Küken schafft es evtl. nicht,dann helfe ich halt nach,manchmal reicht es einfach nur die Schale nochmal zu besprühen aber vorsichtig nicht das Küken ersaufen,manchmal mußte ich es auch schon mal weiter öffnen damit es dann von alleine raus kann.Wichtig niemals dran reißen denn der Dottersack der dran ist muß das Küken von alleine einziehen sonst kann es verbluten oder stirbt an Bakterien.Hängt die Schale fest und das Küken ist trocken einfach leicht mit warmen Wasser besprühen,dann löst sich auch die Schale,das kann passieren wenn die Luftfeuchtigkeit während der Brut zu niedrig war.Bei allen Maßnahmen ist viel Gefühl gefordert. Züchter helfen nicht sondern sind der Meinung ein Küken muß es alleine schaffen,meine Erfahrung hat mir aber gezeigt,hätte ich nicht geholfen,hätte ich heute ein paar Hühner weniger,den eingegangen ist keines bei denen ich geholfen habe.Die Küken können im Brutkasten verbleiben bis sie getrocknet sind,man kann sie aber auch rausnehmen und in den vorbereiteten erwärmten Kindergarten setzen direkt unter die Wärmelampe bei 30 Grad,am besten auf ein Handtuch mit Zewa das ist weich und das Zewa kann man später wenn es trocken ist entfernen.

 Tag 21. und das 1. Küken 2013 ist geschlüpft

 

Küken vom 07.02.2013,ein Italiener blau aus einem weißen Ei

 

Mein Kindergarten/Kükenheim ist ca. 1 mtr. breit,60 cm tief und 60 cm hoch für die erste Woche mit Wärmestrahler mit Keramik-einsatz.Einstreu Stroh und Heu sowie einem Sandkasten für die Federpflege mit Vogelsand befüllt.Futterschale und Wasser- spender.Auch hier hänge ich ein Thermometer rein zwecks Kontrolle.Das Futter besteht bei mir in den ersten Tagen aus rohem Ei mit ein wenig verquirlt und Kräuter wie Brennessel oder auch Salat,Spinat aber ganz fein,dazu wird noch Maisgrieß oder feine Haferflocken gerührt,matschig leicht flüssig muß es sein,da manche Küken am Anfang nicht genug trinken.Man kann ihnen auch zusätzlich Rührei mit Oregano anbieten nur aus Ei.Oregano stärkt die Abwehr und das Darmsystem. Kükenstarterfutter steht von Anfang an im Stall,auch Wasser natürlich.Wenn sie fressen kann man auch Grünfutter beilegen: Löwenzahn, Brennessel,Salat oder Apfel,gerne mögen sie auch getrocknete Würmer aus der Zoohandlung,die muß man aber klein machen.Lebend würden sie sich zwar bestimmt auch drauf stürzen,ich möchte aber keine lebenden im Haus haben.Nach der 1 Woche je nach Witterung ziehen sie bei mir dann in die Garage, dort steht mein beheiztes gekauftes Kükenheim,denn dort kann man sie besser saubermachen und das gepiepe im Haus mag auch nicht jeder.Dort bleiben sie dann bis sie endgültig nach draußen können, je nach Witterung und Brutzeit.Aber zu den großen Hühnern können sie noch nicht,da die Abwehr gegen Keime noch nicht vorhanden bzw. voll ausgebildet sind.D.h. sie müssen in einen Extra Stall,meiner ist ein gekaufter Stall mit Zusatzauslauf und mit Sitzstangen,die Sicht auf die großen Hühner ist gegeben.Maße ca. 2 mtr. breit,50 cm tief und 1,30 mtr. hoch auf 3 verschieden angeordneten Ebenen.Unten Auslauf, Mitte Sitzstangen und Aufgang sowie Futterplatz,oben dunkeler Schlafplatz.Abendshänge ich den oberen und den mittleren Teil mit einer Vliesdecke zu,hilft gegen Wind und die Tiere fühlen sich sicherer als ohne.Futter : die ersten 2 Wochen nur Kükenstarter,dann langsam mischen mit feinen Haferflocken, Maisgrieß,Oregano später nach 3 Wochen auch mit Hühnerfutter,langsam umstellen auf nur Hühnerfutter.Täglich Grünfutter ab dem 3.Tag möglich.Bei mir ziehen die Küken erst zu den großen um,wenn sie sich tagsüber gut verstehen.Tagsüber lasse ich sie bereits ab der 3.Woche in den Garten,erst in ein fest abgestecktes Gebiet wo sie alleine die Umwelt erkunden können aber jederzeit auch zurück in ihren Stall können.Später können sie auch zu den großen rüber.Abends gehen sie nach einiger Übung von ganz alleine rein.

So das war es zum Brüten von mir,ich hoffe ich hab nix vergessen. Haftungen oder Garantien das es gelingt kann ich natürlich nicht übernehmen nur meine Erfahrungen weitergeben.

 

 

Homepage von Susanne Umbach email: susanne.umbach@t-online.de
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